Evangelische
Kirchengemeinde Finsterwalde
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Ratgeber Glauben
Abendmahl
Das Abendmahl geht auf das letzte Mahl Jesu am Abend vor seiner Hinrichtung am Kreuz zurück (z.B. Markusevangelium, Kapitel 14, Verse 22-24). Es wird heute mit Brot oder Oblaten (Hostien) und mit Wein oder ausnahmsweise im Blick auf Alkoholkranke und Kinder auch mit Traubensaft gefeiert. Zum Abendmahlsempfang treten die Teilnehmer in der Regel an den Altar. Das Abendmahl kann kniend oder stehend empfangen werden. Es kann auch an einem Tisch gefeiert oder in den Bänken ausgeteilt werden. Kranke und Sterbende können das Abendmahl zu Hause oder im Krankenhaus empfangen.
Abkündigungen zum Gottesdienst
Mitteilungen (z.B. Kollektenzweck) aus dem Leben der Gemeinde, die im Gottesdienst öffentlich bekannt gegeben werden.
Advent
Wer denkt bei dem Wort Advent nicht an Kerzen, Gebäck oder an den Adventskalender? Doch früher war die Adventszeit eine Fastenzeit, in der täglich nur eine Mahlzeit gegessen wurde. Denn Advent heißt Ankunft. Mit dem Fasten wollte man sich auf die Ankunft Jesu Christi vorbereiten, die Weihnachten gefeiert wird. Übrigens: Mit dem 1. Advent beginnt jeweils das neue Kirchenjahr.
Altar
In den christlichen Kirchen ist der Altar der erhöhte Tisch, an dem das Abendmahl gefeiert wird und Gebete gesprochen werden. Auf dem Altar befinden sich meist Bibel, Kerzenleuchter und ein Kreuz. Außerdem ist der Altar mit einem farbigen Tuch (Parament) und mit Blumen geschmückt.
Allah
Bezeichnung des einen, von Mohammed verkündeten Gottes im islamischen Glauben (nach dem arabischen Wort al-ilah, "Gott").
Amen
Ende einer Predigt oder eines Gebetes aus der hebräischen Sprache und bedeutet: So ist es.
Apostel
Die zwölf Jünger, aber auch andere christliche Missionare unter ihnen Paulus und auch eine Frau (Junia) werden im neuen Testament Apostel (nach dem griechischen Wort apostolos, "Gesandter") genannt.
Beichte
Die Beichte besteht aus dem Aussprechen eigener Schuld und dem Zuspruch der Vergebung Gottes durch einen Pfarrer oder einen anderen Christen. Sie kann entweder in einem Gemeindegottesdienst oder in einem persönlichen Beichtgespräch stattfinden. Über das in einer Beichte Ausgesprochene muss der Pfarrer oder die Pfarrerin Verschwiegenheit bewahren (Beichtgeheimnis).
Bekennende Kirche
Als Bekennende Kirche bezeichnet sich eine Bewegung evangelischer Pfarrer und Gemeindeglieder, die während der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland (1933-1945) ihren christlichen Glauben gegenüber dem Ungeist des Nationalsozialismus bekannte. Dieses Bekenntnis wurde in der "Theologischen Erklärung" der Bekenntnissynode in Barmen 1934 öffentlich ausgesprochen.
Bergpredigt
Im Matthäusevangelium, Kapitel 5-7, zusammengestellte Rede Jesu mit Kerngedanken über das Leben im Reich Gottes. Am Anfang stehen neun Verheißungen Jesu, auch Seligpreisungen genannt.
Bibel
(griechisch: biblos, "Buch") Sie ist Grundlage des christlichen Glaubens als "Gotteswort in Menschenwort", sie besteht aus 66 Einzelschriften.
Bischof
Ursprünglich war der Bischof der Leiter einer christlichen Gemeinde. Heute leitet der Bischof in der katholischen Kirche einen Kirchenbezirk, weiht die Priester und spendet die Firmung. Er wird durch den Papst eingesetzt. In der evangelischen Kirche wird der Bischof oder die Bischöfin von einer Synode gewählt (viele Landeskirchen haben keine Bischöfe, sondern einen Präses oder einen Kirchenpräsidenten).
Brot für die Welt
1959 gründete die Evangelische Kirche in Deutschland die Hilfsaktion "Brot für die Welt" (in der katholischen Kirche gibt es die Aktion "Misereor"), die durch finanzielle Hilfen die Lebensbedingungen notleidender Menschen in der Dritten Welt verbessern will.
Buß- und Bettag
In Deutschland war bis 1994 der Buß- und Bettag ein gesetzlicher Feiertag. Er wird in der evangelischen Kirche am vorletzten Mittwoch des Kirchenjahres mit Gottesdiensten begangen, in denen häufig um Frieden gebetet und zur Umkehr aufgerufen wird.
Diakonie
(griechisch: diakonia, "Dienst", "Tischdienst") Diakonie bedeutet nach dem Neuen Testament Hilfe und Fürsorge für Arme, Bedürftige und Leidende. Diakonische Einrichtungen dienen heute u.a. Kranken, Behinderten, Heimatlosen, Hungernden, Gefährdeten. Sie sind in der Regel im Diakonischen Werk oder in Landesverbänden für Innere Mission zusammengefasst.
Diakonisse
Angehörige einer Lebensgemeinschaft von evangelischen Frauen, die ehelos bleiben und sich zum Dienst an Kranken und an Hilfsbedürftigen als Lebensaufgabe entschlossen haben. Äußeres Kennzeichen ist eine einheitliche Tracht.
EKD
Die EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) ist der Zusammenschluss von einzelnen Landeskirchen (z.B. Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz, Rheinland, Nordelbien). Ihren Sitz hat die EKD in Hannover.
Epistel
(griechisch: epistole, "Brief") Gottesdienstlicher Leseabschnitt aus biblischen Schriften, die nicht Evangelien sind, besonders aus den Briefen im Neuen Testament.
Erntedankfest
Am ersten Sonntag im Oktober wird in den evangelischen Kirchen das Erntedankfest gefeiert. In der Kirche wird der Altar an diesem Tag mit Früchten und Lebensmitteln geschmückt , die daran erinnern sollen, dass wir in und von der Schöpfung Gottes leben.
Eucharistie
(griechisch: eucharistia, "Danksagung", "Lobpreis") Hiermit wird nach einer alten Tradition, besonders in der katholischen Kirche, das Abendmahl bezeichnet, weil im Abendmahl Gott gedankt wird für das, was er in Christus für uns getan hat.
Evangelium
Das Evangelium (griechisch: Euangelion, "gute Nachricht") meinte zunächst die gute Botschaft von Jesus Christus und wurde dann zur Bezeichnung einer Schriftgattung, die von Jesus berichtet (Matthäus-, Markus-, Lukas- und Johannesevangelium).
Firmung
Die katholische Firmung entspricht der evangelischen Konfirmation. Durch die Firmung, die in der Regel vom Bischof vorgenommen wird, werden die "Firmlinge" ganz in die katholische Kirche aufgenommen.
Himmelfahrt
Die einen nutzen den Tag zu einem Kurzurlaub, andere unternehmen einen "Vatertags"-Ausflug, der nicht selten mit einem Trinkgelage endet. Mit der Himmelfahrt Jesu können offenbar auch viele Christen nicht mehr viel anfangen. Dabei enthält das Fest "Christi Himmelfahrt" eine wichtige Botschaft: Jesus ist an der Seite Gottes, er ist der Herr der Welt.
Islam
Der Islam ist gegenwärtig neben dem Christentum die zweitwichtigste Religion. Seine Anhänger werden Muslime genannt. Islam bedeutet Ergebung in Gottes (Allah) Willen. Im Koran, dem heiligen Buch des Islam, hat der Prophet Mohammed Gedanken aus Judentum und Christentum übernommen. Die muslimischen Gotteshäuser heißen Moschee.
Kanzel
Erhöhter Standort für den Prediger oder die Predigerin in der Kirche, wie der Altar mit einem farbigen Tuch (Parament) geschmückt.
Karfreitag
An diesem Tag dürfen keine Sportveranstaltungen stattfinden, zeigt das Fernsehen ein ernsteres Programm und gehen besonders viele Christen zum Abendmahl. Am Karfreitag denken die Christen an die Kreuzigung und an den Tod Jesu.
Katechismus
Buch für den christlichen Glaubensunterricht. Bekannt wurden vor allem der Kleine und der Große Katechismus Martin Luthers sowie der Heidelberger Katechismus, in denen die Hauptstücke des christlichen Glaubens erklärt wurden.
Katholisch
Ursprünglich besagt das Wort "Katholisch", dass die Kirche eine weltweite Gemeinschaft ist (griechisch, "allumfassend"). Nach der Reformation wurde "katholisch" (oder "römisch-katholisch") zur Kennzeichnung einer bestimmten Konfession.
Kerzen
Die brennenden Kerzen auf dem Altar erinnern an das Wort Jesu Christi: "Ich bin das Licht der Welt" (Johannesevangelium, Kapitel 8, Vers 12).
Kirchenbuch
Jede kirchliche Amtshandlung (Taufe, Konfirmation, Trauung, Beerdigung) wird im zuständigen Pastorat (Pfarramt) in ein dafür vorgesehenes Buch eingetragen, das niemals vernichtet werden darf.
Kircheneintritt
Mitglied der Kirche wird man durch Taufe und Konfirmation. Wer aus der Kirche ausgetreten ist, kann selbstverständlich auch wieder eintreten. Dazu wendet er sich an das örtliche Pfarramt bzw. an eine Kircheneintrittstelle. Nach Gesprächen mit dem Pfarrer beschließt der Gemeindekirchenrat über den Wiedereintritt.
Kirchenjahr
Das Kirchenjahr kennt folgende Festkreise: Advent, Weihnachten, Epiphanias, Passionszeit, Gründonnerstag, Karfreitag, Ostern, österliche Freudenzeit, Himmelfahrt, Pfingsten, Trinitatis, Sonntage nach Trinitatis
Einzelfeste: Erntedank, Reformationstag, Letzte Sonntage im Kirchenjahr, Bußtag, Ewigkeitssonntag (Totensonntag)
Kirchensteuer
Die Kirchensteuer beträgt zur Zeit 9 % der Lohn- oder Einkommenssteuer. Mit der Kirchensteuer finanzieren die Kirchenmitglieder, die über ein eigenes Einkommen verfügen, die vielfältigen Aufgaben und Leistungen der Kirche. Gemeindeglieder, die keine Kirchensteuer zahlen, werden um ein Gemeindekirchgeld gebeten.
Kirchentag
Große, mehrtägige Versammlung evangelischer Christen aus der ganzen Bundesrepublik, die alle zwei Jahre in einer anderen Stadt stattfindet. Der Kirchentag wurde in den letzten Jahren zunehmend von Jugendlichen besucht.
Kollekte
Eine Geldsammlung während oder am Schluss des Gottesdienstes, die auf einen Brauch aus dem frühen Christentum zurückgeht. Der Verwendungszweck der Kollekte wird während des Gottesdienstes bekannt gegeben.
Kommunion
Das Wort bezeichnet vor allem in der katholischen Kirche die Gemeinschaft der Christen beim Abendmahl.
Konfession
Bezeichnung für eine kirchliche Gemeinschaft mit einem gemeinsamen Bekenntnis (z.B. katholisch, evangelisch, anglikanisch).
Konfirmation
(lateinisch: confirmo, "Befestigung", "Bekräftigung") Als Konfirmation wird der Gottesdienst bezeichnet, in dem die Konfirmanden in das Glaubensbekenntnis der Kirche einstimmen, einen Denkspruch und den Segen empfangen. Mit der Konfirmation wird u.a. das Recht zugesprochen, in eigener Verantwortung in allen evangelischen Gemeinden am Abendmahl teilzunehmen, Pate zu werden, eine Nottaufe vorzunehmen und als Erwachsener an kirchlichen Wahlen teilzunehmen oder in kirchliche Ehrenämter gewählt zu werden. Zur Konfirmation gehört die Vorbereitung im Konfirmandenunterricht.
Konzil
Zusammenkunft der höchsten Vertreter der katholischen Kirche (Kardinäle, Bischöfe), auf der Fragen des Glaubens und der Kirche entschieden werden.
Kruzifix
(lateinisch: crucifixus, "der Gekreuzigte") Plastische Darstellung des gekreuzigten Christus.
Landeskirche
Die evangelischen Landeskirchen in Deutschland bestehen fast alle in den Grenzen eines ehemaligen Landes oder auch eines gegenwärtigen Bundeslandes. Diese Tradition geht auf eine Regelung in der Reformationszeit (1555) zurück. Danach durfte in einem Lande nur eine Konfession bestehen.
Lektor
(lateinisch: lector, "Vorleser") Mitwirkender bei der Wortverkündung im Gottesdienst (Bibellesung, Predigt, Abkündigungen). Besonders ausgebildete und beauftragte Lektoren können im Ehrenamt selbständig Gottesdienste halten.
Liturgie
Die Liturgie ist das Drehbuch für den Gottesdienst: die sinnvolle Abfolge der Lieder, Texte, Gebete und gottesdienstlichen Handlungen. Da jeder Gottesdienst ein Thema hat, werden die wichtigsten Themen christlichen Glaubens Jahr für Jahr in Erinnerung gerufen.
Luther, Martin
Theologe, lebte von 1483 - 1546, engagierter Kritiker der katholischen Frömmigkeit und Kirche seiner Zeit: Die Gnade Gottes kann nicht durch Bußübungen oder gute Werke verdient werden, sondern - so Luther - der Mensch wird gerecht allein durch den Glauben an Gott. 1517 schlug er seine 95 Thesen an die Schloßkirche in Wittenberg. Übersetzung des Neuen (1522) und Alten (1534) Testaments in die deutsche Sprache. 1525 Heirat mit Katharina von Bora. Aus seinen Reformbemühungen um die damalige katholische Kirche und aus seiner Lehre entstand die Evangelisch-Lutherische Kirche.
Märtyrer
(griechisch: martys, "Zeuge") Christen, die für ihren Glauben an Jesus Christus einen gewaltsamen Tod erlitten haben.
Meditation
Besinnung auf ein Wort oder ein Bild, auch stilles Nachdenken. Stilles Sich-Versenken, Betrachten eines biblischen Wortes oder Bildes.
Messe
(lateinisch: missa, "Entlassung", "Sendung") Messe ist die römisch-katholische und zum Teil lutherische Bezeichnung für einen Gottesdienst mit Verkündigung und Feier des Abendmahls.
Messias
Die Juden hofften auf einen Messias (hebräisch, "der Gesalbte"), der als König das Reich aufrichten sollte. Die ersten Christen haben den Messias-Titel auf Jesus übertragen (Christus ist die griechische Übersetzung von Messias), weil sie glaubten, dass mit Jesu Leben, Sterben und Auferstehung das Reich Gottes beginnt.
Mission
(lateinisch: missio, "Sendung") Mission ist die Sendung von Christen (Missionaren) zu Andersgläubigen mit dem Ziel, sie für den christlichen Glauben zu gewinnen. Durch die Arbeit deutscher Missionare sind vor allem in Namibia, Südafrika, Tansania, Äthiopien, Indien und Neuguinea junge Kirchen entstanden.
Oblate/Hostie
Das ungesäuerte Brot des Abendmahls, aus reinem Weizenmehl und mit Wasser zu dünnen Scheiben gebacken.
Okkultismus
Pendeln, Gläserrücken, Kartenlegen oder Wahrsagen sind Praktiken, die zum Okkultismus (Geheimlehren) gezählt werden. Immer geht es darum, mit übersinnlichen Kräften in Verbindung zu treten und sie zu beeinflussen.
Ökumene
(griechisch: oikoumene, "die ganze bewohnte Erde") Seit der Zeit der alten Kirche Bezeichnung für die über die gesamte Welt verbreitete und im Glauben verbundene Christenheit.
Ökumenischer Rat der Kirchen (ÖRK)
Durch die evangelische Kirche in Deutschland (EKD) gehören alle evangelischen Landeskirchen in Deutschland zum ÖRK. Grundlage für den Zusammenschluss ist seit der Vollversammlung in Neu Delhi (1961) folgende Erklärung: "Der ökumenische Rat der Kirchen ist eine Gemeinschaft von Kirchen, die den Herrn Jesus Christus gemäß der Heiligen Schrift als Gott und Heiland bekennen und darum gemeinsam zu erfüllen trachten, wozu sie berufen, zur Ehre Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes."
Orgel
Begleitinstrument für den Gemeindegesang und Konzertinstrument für Kirchenmusik.
Orthodox
Griechische und russische Christen gehören ganz überwiegend zur orthodoxen (orthodox, "rechtgläubig") Kirche, die schon im Mittelalter entstand, als orthodoxe Christen die Vorherrschaft des römischen Papstes nicht mehr anerkannten.
Ostern
Ostern, das Fest der Auferstehung Jesu, ist der höchste Feiertag in der Kirche. Das sieht man auch daran, dass die Termine anderer kirchlicher Feiertage von Ostern abhängen: 40 Tage vor Ostern beginnt die Passionszeit, 40 Tage nach Ostern ist der Himmelfahrtstag, und 10 Tage später wird Pfingsten gefeiert. Der Ostertermin selbst liegt immer auf dem ersten Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond (frühestens 22.3., spätestens 25.4.). Die ersten Christen kannten übrigens noch kein eigenes Osterfest, sondern feierten die Auferstehung Jesu an jedem Sonntag - aber ohne Osterhase und Ostereier.
Papst
Der Papst ist der Bischof von Rom und zugleich das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Nach katholischer Lehre ist er der "Stellvertreter Christi" auf Erden und zugleich der Nachfolger des Petrus als römischer Bischof. Dieser Anspruch wird von den anderen christlichen Kirchen bestritten. Der Papst wird von den Kardinälen auf Lebenszeit gewählt. Seine Erklärungen zur kirchlichen Lehre sind für katholische Christen verbindlich.
Paramente/Antependien
Stoffbehänge an Altar, Kanzel und Lesepult in den Farben des Kirchenjahres.
Pastor/Pastorin
Andere Bezeichnung für Pfarrer/Pfarrerin(lateinisch: pastor, "Hirte") Amtsträger/in der christlichen Kirche. Nach etwa sechs Jahren Theologiestudium und zwei Jahren Vorbereitungszeit als Vikar/in erfolgt die Ordination (Berufung zum Dienst in der Kirche mit Wort und Sakrament).
Pate
Paten versprechen bei der Taufe, gemeinsam mit den Eltern für die christliche Erziehung eines Kindes zu sorgen. Voraussetzung für die Übernahme des Patenamtes ist die Mitgliedschaft in der Kirche und die eigene Konfirmation.
Pfarrer
Pfarrer oder Pfarrerin ist eine andere Bezeichnung für Pastor oder Pastorin.
Pfingsten
Die Apostelgeschichte erzählt, was sich 50 Tage nach Ostern (Pfingsten, griech. "der fünfzigste Tag") ereignete: Unter dem Einfluss des Heiligen Geistes beginnen die Jünger Jesu allen Menschen, die sich aus vielen Ländern zum jüdischen Wochenfest in Jerusalem versammelt haben, von Jesus zu erzählen. Die Kirche feiert Pfingsten daher ihren Geburtstag.
Predigt
Verkündigung des Evangeliums, in der Regel anhand eines Abschnittes aus der Bibel, für die gottesdienstliche Gemeinde. Die aktuelle Auslegung in der gegenwärtigen Situation ist wichtiges Anliegen der Predigt.
Presbyter
Die Presbyter und Presbyterinnen (griechisch "Älteste") sind Gemeindeglieder, die von der Gemeinde für acht Jahre gewählt werden, um gemeinsam mit den Pfarrern die Leitung der Gemeinde auszuüben. Presbyter können auch "Kirchenälteste" genannt werden.
Priester
In der katholischen Kirche spielt der Priester eine zentrale Rolle, weil nur er die Messe feiern, Beichte hören und die Sakramente spenden darf. Nur Männer können Priester sein. Sie haben eine besondere Weihe (Handauflegung durch den Bischof) erhalten und sind zur Ehelosigkeit (Zölibat) verpflichtet.
Protestantisch
Eine andere Bezeichnung für "evangelisch". Das Wort stammt aus der Reformationszeit, als evangelische Fürsten und Städte gegen die Machtansprüche der römisch-katholischen Kirche und des damaligen Kaisers "protestierten".
Psalm
Gebet oder Lied im Alten Testament, kann Klage, Bitte, Fürbitte, Dank und Anbetung ausdrücken. Der Psalter enthält 150 Psalmen. Das Psalmgebet ist Teil jedes Gottesdienstes.
Rabbiner
Im Judentum ist der Rabbiner (hebräisch "Mein Vater") der Lehrer, der Richter und meist auch der Prediger und Leiter einer jüdischen Gemeinde.
Reformation
Schon vor Luther hatte es Bemühungen um eine Reform (lateinisch "Erneuerung") der Kirche gegeben (Valdes, Wyclif, Hus). Aber erst Martin Luther löste durch seine 95 Thesen eine große religiöse Erneuerungsbewegung aus, die im 16. Jahrhundert schließlich zur Entstehung der evangelischen Kirchen führte.
Die Reformation breitete sich auch außerhalb Deutschlands aus, wobei Ulrich Zwingli in Zürich und Johannes Calvin in Genf als weitere Reformatoren eine wichtige Rolle spielten. Die katholische Gegenreformation verhinderte es damals, dass sich die Gedanken der Reformation über ganz Europa verbreiteten. Es kam zur Spaltung der einen Kirche.
Reformationstag
Am 31.10.1517 veröffentlichte Martin Luther 95 Thesen zur Erneuerung der damaligen Kirche. Damit begann die Reformation. Im Gedenken an diesen Tag werden in vielen evangelischen Kirchen am 31.10. Gottesdienste gefeiert.
Reformiert
Als "Reformierte" bezeichnen sich die evangelischen Christen, die sich mehr auf die Reformatoren Zwingli und Calvin als auf Luther (u. a. in Schweiz, Niederlande, Schottland, USA, aber auch in Deutschland). Reformierte und "Lutheraner", die sich in früheren Jahrhunderten oft theologisch gestritten haben, arbeiten heute eng zusammen.
Religion
4,5 Milliarden Menschen bekennen sich zu einer Religion; das sind 80 % der Weltbevölkerung. Die größte Weltreligion ist das Christentum (1,8 Mrd.), gefolgt vom Islam ( 1 Mrd.) und vom Hinduismus (750 Mio.). Aber was ist "Religion" überhaupt? Die Verschiedenheit der einzelnen Religionen ist so groß, dass es schwer fällt, die Frage genau zu beantworten. Vielleicht kann man sagen: Religion ist das Wissen, das Gefühl oder die Gewissheit, dass es eine Macht (Gott) außerhalb der uns zur Verfügung stehenden Welt gibt, die uns bestimmt und der Welt einen Sinn gibt.
Sakrament
Die evangelische Kirche kennt die beiden altkirchlichen Sakramente, Taufe und Abendmahl. Die katholische Kirche hat 7 Sakramente entwickelt: Taufe, Eucharistie (Abendmahl), Firmung, Beichte, Ehe, Priesterweihe, Krankensalbung. Sakramente sind heilige, mit äußeren Zeichen (Wasser, Brot und Wein) verbundene Handlungen, die auf Jesus zurückgehen.
Seelsorge
Tröstung, Beratung und Betreuung durch Pastoren und andere Mitarbeiter der Kirche.
Segen
Zuspruch Gottes, dass er zu Menschen steht und mit ihnen geht. Christen können Segen im Namen Jesu weitergeben. Segensgesten sind Aufheben der Hände (z.B. am Schluss von Gottesdiensten) oder Auflegen der Hände (z.B. bei der Konfirmation oder bei der Trauung). Das bekannteste Segenswort ist der sog. aaronitische Segen.
Sekte
Die Zeugen Jehovas, die Mormonen oder die Neuapostolische Kirche gehören zu den Sekten, die sich von den christlichen Kirchen abgespalten haben. Meist steht bei ihnen ein einziges Thema im Mittelpunkt, etwa das Bewusstsein, am Ende der Zeiten zu leben, oder der Glaube, die einzig vollkommene Gemeinschaft zu sein. Sekten erheben den Anspruch, den einzigen Weg zur Rettung der Welt zu wissen. Die Gemeinschaft mit anderen Kirchen lehnen sie ab. Deswegen ist eine gleichzeitige Mitgliedschaft in der Kirche und in einer Sekte nicht möglich.
Sonntag
Nach biblischer Zählung der erste Tag der Woche, der Wochentag, an dem Christus vom Tode auferstanden ist. Der Sonntag dient der Feier des Gottesdienstes und der Arbeitsruhe.
Sünde
Was den Menschen von Gott "absondert". Sünden sind einzelne Taten, in denen das Getrenntsein von Gott zum Ausdruck kommt.
Superintendent
Der leitende Pfarrer oder die leitende Pfarrerin eines Kirchenkreises. Andere Bezeichnungen: Dekan oder Propst.
Synagoge
In der Synagoge finden die jüdischen Gottesdienste statt. In jeder Synagoge gibt es den Schrein, in dem die Thora - Rolle aufbewahrt wird, das ewige Licht über dem Schrein und das Vorlesepult. In Deutschland wurden die meisten Synagogen am 9.11.1938 durch die Nationalsozialisten zerstört.
Synode
In der evangelischen Kirche ist die Synode das Kirchenparlament, in dem auf der Ebene eines Kirchenkreises oder einer Landeskirche wichtige Kirchen- und Glaubensfragen beraten und entschieden werden. In der katholischen Kirche ist eine Synode eine Konferenz von Bischöfen und Priestern.
Talar
Im Gottesdienst und bei Amtshandlungen (z.B. Trauungen, Beerdigungen) tragen Pfarrerinnen und Pfarrer in der evangelischen Kirche den Talar, ein schwarzes Gewand mit einem kleinen weißen Halskragen (Beffchen).
Taufe
Die Taufe ist begründet im Taufbefehl Jesu (Matthäusevangelium Kapitel 28, Verse 18-20). Sie wird im Namen des Dreieinigen Gottes und unter dreimaligem Begießen mit Wasser vollzogen. Eine so vollzogene Taufe erkennen die meisten Kirchen untereinander an. Gottes Handeln in der Taufe ist einmalig; sie kann deshalb nicht wiederholt werden. In der evangelischen Kirche werden in der Regel die Kinder getauft.
Thora
Die Thora umfasst die fünf Bücher Mose, die im Judentum als "Weisungen Gottes" verstanden werden und eine zentrale Bedeutung haben.
Taufstein
Ort für den Vollzug der Taufe, bestehend aus einem Sockel und einem Becken, teilweise so groß, dass früher Kinder ganz darin untergetaucht werden konnten.
Testament (Bund)
(lateinisch: testamentum, "Bund") Das Alte und das Neue Testament sind die beiden Teile der Bibel. Sie bezeichnen jeweils den alten Bund Gottes mit Israel (Mosebund) und den neuen Bund Gottes in Jesus Christus.
Teufel
(griechisch: diabolos, "einer, der alles durcheinander wirft") Alte Vorstellung von einem Wesen, das das Böse in der Welt darstellt.
Totensonntag
An diesem Sonntag, dem letzten des Kirchenjahres, werden in den evangelischen Gottesdiensten meist die Namen der im letzten Jahr verstorbenen Gemeindeglieder vorgelesen. Anschließend gehen viele Christen auf die Friedhöfe zu den Gräbern ihrer Angehörigen.
Trauung
Gottesdienst zum Beginn der Ehe mit Gebet, Predigt und Segen; das Ehepaar verspricht dabei, seine Ehe ein Leben lang mit Gottes Verheißung zu führen.
Vikar
Vikarinnen und Vikare werden in der evangelischen Kirche die angehenden Pfarrerinnen und Pfarrer während der Zeit ihrer praktischen Ausbildung genannt.
Weihnachten
Am 25.12. feiern evangelische und katholische Christen den Geburtstag Jesu. Richtig voll sind die Kirchen aber schon einen Tag vorher. Der Heiligabend ist zum Haupttag des Weihnachtsfestes geworden - vor allem wegen der "Bescherung". Geschenke, Festessen und Weihnachtsfeiern haben den eigentlichen Sinn des Weihnachtsfestes immer mehr in den Hintergrund treten lassen: Durch Jesus von Nazareth ist Gott nicht mehr fern und unerreichbar, sondern mitten unter den Menschen.
Suchen und Finden
Christliche Suchmaschine
www.crossbot.de
Internetseiten der EKD
www.ekd.de
www.ekbo.de
Jugendarbeit Finsterwalde
evangelische-jugend-fiwa.de
Trinity Gospels
trinitygospels.wordpress.com
Andacht | Radio | Podcasts
www.webandacht.de
www.gospelradio.de
www.domradio.de
Seelsorge
www.telefonseelsorge.de
www.chatseelsorge.de
Krankenhausseelsorge
Pfarrer Geese: 03531/609130
360° Panoramen
Gemeindegarten
Kirche
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